Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, Berlin liegt in Trümmern. Der zwölfjährige Edmund (Edmund Meschke) muss sich um seinen kranken Vater (Ernst Pittschau) und seine Geschwister kümmern. Dabei ist seine einzige Bezugsperson der homosexuelle Lehrer Enning (Erich Gühne), der ihm die zweifelhafte, von den Nazis propagierte Philosophie einschärft, dass die Stärkeren unbedingt über ihre schwachen Mitmenschen siegen und herrschen müssen.Der italienische Regisseur Roberto Rossellini ("Rom, offene Stadt") fand seine Laiendarsteller, denen der Schock des Krieges noch deutlich anzusehen war, bei seinen Erkundungsfahrten durch die zerstörte deutsche Hauptstadt. Schonungslos zeigt er die reale Not nach dem Krieg und verknüpft sie mit einer fiktiven Familientragödie. Mit seinen erschütternden Aufnahmen des völlig zerbombten Berlins ist der im Neorealismus inszenierte Film nicht nur wichtiges Zeitdokument, sondern gilt auch als einer der bedeutendsten Trümmerfilme.
Roberto Rossellini (director), Roberto Rossellini (producer)